Alkohol, Nikotin und Co. - Voll in Ordnung?

Alkohol, Nikotin und Co. - Voll in Ordnung? Sich mit dieser provokanten Frage auseinanderzusetzen war die Zielsetzung der Suchtpräventionsveranstaltung, welche am 28. und 29.11.2016 für unsere neunte Jahrgangsstufe stattfand. Sie zu beantworten scheint zunächst einfach: Nein zu den Suchtmitteln Alkohol und Nikotin, von "und Co." ganz zu schweigen!

Doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass dieses Schwarz-Weiß-Denken in unserer Gesellschaft nicht existiert. Stattdessen herrschen Grautöne vor: Alkohol und Nikotin sind legale Suchtmittel, die einen festen Platz in der Bevölkerung einnehmen. Sie sind nicht begrenzt auf dunkle Nischen und Hinterzimmer, sondern werden in aller Öffentlichkeit konsumiert und sind als Genussmittel positiv belegt. Andere Suchtstoffe sind in Deutschland verboten, haben scheinbar keinen Platz in der Mitte der Gesellschaft und sind ihr oft trotzdem nicht fern.

Jugendliche, die sich erst finden müssen und auf dem Weg des Erwachsenwerdens ihre Grenzen ausloten wollen, sind besonders in Gefahr, aufgrund von Suchtmitteln zu straucheln oder gar zu scheitern. Sie aufzuklären, und zwar ohne erhobenen Zeigefinger, sie anzuregen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und Schlussfolgerungen für das eigene Handeln zu ziehen war die Zielsetzung der vierstündigen Präventionsarbeit, für die sich EGF und Herder-Gymnasium zusammen getan haben.

Gezeigt wurde das Theaterstück "Voll in Ordnung", gespielt vom Fränkischen Theatersommer, welches in Kooperation mit der Präventionsabteilung der Kriminalpolizei Oberfranken und dem Bezirksjugendring extra zu dieser Thematik geschrieben wurde. Die einstündige Vorstellung endet abrupt mit einem Cliffhanger und lässt das Ende offen. In der anschließenden Workshop-Arbeit wurde mit Theaterpädagogen, Jürgen Groß (Kripo Bamberg) und Ursula Albuschkat (Kreisjugendring) ein mögliches Ende der Geschichte von den Schülern ersonnen und geprobt. In der Abschlussrunde wurden für alle Schüler die insgesamt vier verschiedenen Enden des Stückes von den Schülern selbst vorgeführt, bevor auch die Schauspieler "ihr" Ende des Stückes zeigten. Durch den interaktiven Charakter der Veranstaltung ergaben sich offene Fragen zu Suchtmitteln, die Schüler ließen eigene Erfahrungen aus dem Alltag mit einfließen und beschäftigten sich in positiver Atmosphäre mit der Thematik, was im normalen Unterrichtsgeschehen nur schwer zu erreichen ist.

Bedanken möchte sich die Schule beim Herder-Gymnasium für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, beim Bezirksjugendring und dem Freundeskreis des Ehrenbürg-Gymnasiums für die Übernahme des Großteils der Kosten und nicht zuletzt beim Fränkischen Theatersommer, dem Kreis- und Bezirksjugendring und der Kriminalpolizei Bamberg für die Planung, Organisationsleistung und Durchführung der Veranstaltung!

Carsten Schlegel (Suchtpräventionsbeauftragter)

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