Wienfahrt des P-Seminars Geschichte

Nicht nur Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn begegneten uns auf unserer Exkursion, auch die prunkvolle Geschichte der „Musik-Stadt“ erlebten wir hautnah.

Am 16. September 2018 machte sich das P-Seminar Geschichte „Historische Reise nach Wien“ zusammen mit Kursleiterin Frau Neubauer und Begleitlehrkraft Frau Mayer-Apostolidis mit dem Zug auf den Weg in die österreichische Hauptstadt, um dort sechs Tage den Flair der offiziell lebenswertesten Metropole Europas zu genießen und dabei viel über deren geschichtliche Hintergründe herauszufinden. Kleine Schülergruppen organisierten die einzelnen Tage und waren am jeweiligen Tag für den reibungslosen Verlauf verantwortlich.

Mittags angekommen, machten wir uns als erstes auf den Weg in unsere Unterkunft, ein sporadisch eingerichtetes benediktinisches Kloster, ganz in der Nähe der Innenstadt. Der nächste Punkt in der Tagesordnung bestand aus einem Besuch des berühmten Staphansdoms, eine im 12. Jahrhundert erbaute Kathedrale. Danach machten wir uns auf den Weg zur Kapuzinergruft - eine Grabstätte der hohen Habsburger -, in der unter anderem die berühmte Kaiserin Elisabeth, auch „Sisi“ genannt, bestattet ist. Zum Abschluss besuchten wir den Wiener Prater, um dort die österreichische Küche zu testen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der gut ausgebauten U-Bahn zum Leopoldmuseum, welches Werke berühmter Künstler wie Gustav Klimt und Egon Schiele ausstellt. Audioguides waren auf der Reise unser ständiger Begleiter und auch im Leopoldmuseum wurden sie uns zur Verfügung gestellt, was ermöglichte im eigenen Tempo die Ausstellungstücke anzusehen, die uns persönlich am meisten interessierten. Später besichtigten wir die größte Wirtschaftsuniversität Europas, ein riesiges Gelände mit verschiedenen, schön gestalteten Gebäudekomplexen. Zur Abwechslung stand anschließend der Besuch des Wiener Naschmarktes auf der Tagesordnung, dort gab es verschiedenste Spezialitäten aus der ganzen Welt zu entdecken. (Am Abend gab es italienisch.) Nach dem Programm hatten die Schüler immer die Möglichkeit sich frei zu bewegen und selbstständig die Stadt zu erkunden, welche gern genutzt wurde.

Auch der Schwerpunkt des dritten Tages war Kunst sowie Architektur. Für den Morgen war eine Führung durch das Albertina – Museum gebucht. Der junge Museumsführer lotse uns durch die Residenz vieler Habsburger Erzherzöge und Erzherzoginnen. Des Weiteren erklärte er uns auf unterhaltsame Weise die Kunstauffassung verschiedener Epochen, sodass auch wir Laien die teilweise schwer deutbaren Bilder interpretieren konnten. Am Ende hatten wir noch genügend Zeit, eine zeitgenössische Kunst- und Fotografieausstellung zu bewundern. Als nächstes besuchten wir den Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek, welches die Herzen von Leseratten höher schlagen lässt. Rund 200.000 Bücher sind im Saal mit wunderschönen Deckenfresken zu bestaunen. Nach dem lehrreichen Vormittag spazierten wir durch den Volksgarten, welches eines der sieben Bundesgärten in Österreich ist. Wir waren alle sehr verwundert, wie gut wir uns schon in Wien auskannten. Dank Google Maps fanden wir die Ziele auf Anhieb und am Ende unserer Exkursion kannten wir Wien wie unsere Westentasche. Unsere wohl verdiente Mittagspause verbrachten wir in einem Wiener Café mit einer Melange und Apfelstrudel. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum farbenfrohen Gebäudekomplex Hundertwasserhaus des KünstlersFriedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt. Die Gestaltung des Spätnachmittags war jedem frei gestellt und den Abend genossen wir gemeinsam in einer Schiffsbar an der Donau.

Am Mittwoch hat unser Tag mit einem Besuch in der Wiener Hofburg begonnen. Als erstes haben wir die kaiserliche Schatzkammer Wien besucht, in der sowohl die Krone des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation als auch die österreichische Kaiserkrone und viele weitere Schätze ausgestellt sind. Anschließend sind wir in das Sissi-Museum gegangen, wo wir mit der Gesichte der österreichischen Kaiserin und dem Mythos um sie vertraut gemacht wurden. Das Programm in der Hofburg Wien endete zur Mittagszeit. Bis ca. 16 Uhr war dann Freizeit geplant, nach welcher wir uns wieder gemeinsam trafen, um das Timetravel Vienna zu besuchen. Zusammen begaben wir uns auf eine Reise durch das historische Wien und lernten bis zu unserer Ankunft in der Gegenwart viele interessante Dinge über die Vergangenheit der Stadt kennen. Dieser Programmpunkt war von Informationen über die Habsburger Kaiserfamilie, den Einflüssen der Pest und der Bedeutung der Musik für die Stadt Wien geprägt.

Abschließend besuchten wir zum Abendessen ein Burger-Restaurant namens Rinderwahn in der Kärntnerstraße im Herzen der Stadt. Nach einem gemeinsamen Essen war für den Rest des Abends nochmal Freizeit geplant, die jeder zusammen mit Mitschülern in kleineren Gruppen verbringen durfte.

Und dann brach, zu unserem Bedauern, auch schon der letzte vollständige Tag in der 1,9 Millionen-Einwohner-Metropole an. Verhältnismäßig früh versammelten wir uns an diesem Tag vor unserer Unterkunft, um zu der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit der Stadt Wien aufzubrechen. Nach einer halbstündigen U-Bahnfahrt erreichten wir schließlich das Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger.

In einem Rundgang durch die original ausgestatteten kaiserlichen Prunkräume erhielten wir einen Einblick, wie einst Kaiser Franz Joseph und seine Gattin Kaiserin Elisabeth residierten. Anschließend verbrachten wir unsere Mittagspause im angrenzenden Schlosspark, einer weitläufigen Gartenanlage, die mit ihren langen Baumalleen, verwunschenen Seitengängen, antik anmutenden Brunnen und Denkmälern und farbenfrohen Blumenbeeten einen ganz eigenen Charme versprühte. Viele nutzten ihre freie Zeit deshalb dazu, durch diese traumhaften kaiserlichen Gärten zu flanieren.>

Für den Nachmittag stand eine Shoppingtour in der Kärtnerstaße, eine Einkaufsmeile im Herzen Wiens, an. Neben luxuriösen Boutiquen internationaler Designer fanden sich auch Filialen günstigerer Modelabels, sodass auch wir, mit unseren begrenzten Budgets, fündig wurden.

Am Abend gab es für Interessierte schließlich noch die Möglichkeit auf einer 50 qm großen Leinwand vor der Wiener Staatsoper einer Live-Übertragung von „La traviata“, eine von Guiseppe Verdi komponierte Oper, beizuwohnen.

 

Leider hat auch die schönste Reise irgendwann ein Ende. Doch bevor es am Freitag mit dem ICE zurück in Richtung Forchheim ging, blieben uns noch einige Stunden um uns von der Stadt, die sich stets im besten Wetter präsentierte, Abschied zu nehmen. Einige nutzten diese Zeit um sich in eines der unzähligen traditionellen Kaffeehäuser zu setzen und bei gemütlicher Atmosphäre eine letzte „Wiener Melange“ zu trinken. Andere entschieden sich dazu, 343 Treppenstufen zu erklimmen und zum krönenden Abschluss die atemberaubende Aussicht vom Südturm des Stephansdoms zu genießen.

 

Die Reise mit unserem P-Seminar war für alle etwas ganz Besonderes. Neben vielen schönen Erinnerungen bleibt auch ein umfangreiches Wissen über die Dynastie der Habsburger, mit dem wir alle in kommenden Geschichtsstunden glänzen können.

Jasmin Achter, Luisa Klug, Antonia Kott, Beyza Uzunyilmaz, Nadine Betz, M.Neubauer

 

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